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Was sind Fraktale?

Der Begriff wurde in den Siebzigern von dem Mathematiker Benoît Mandelbrot geprägt. Da die Mathematik nicht mein Feld ist, kann die Wikipedia eine viel bessere Erklärung liefern, als ich das mit meinen eigenen Worten könnte.

Das klassischste und bekannteste Fraktal ist die Mandelbrot-Menge, auch Apfelmännchen genannt:



Anfänglich schieden sich die Geister, ob man digital erstellte Bilder, die auf Fraktalen beruhen, überhaupt als Kunst bezeichnen dürfe..........schließlich erstelle ja ein Programm das Bild. Mit der Zeit hat sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, daß die Aufgabe des Künstlers hierbei darin besteht, das durch ein Programm erstellte Fraktal zu verändern, zu verfeinern, farblich und strukturell zu behandeln, zu harmonisieren und schließlich in eine Bildkomposition einzufügen.

Das der Künstler sich nicht die ganze Arbeit von einem digitalen Rechenprogramm am Computer abnehmen lassen kann, erkennt man auch daran, dass unterschiedliche Künstler mit den gleichen digitalen Mitteln dennoch sehr unterschiedliche Stile ausbilden, und ganz klar ihre "eigene Kunst" schaffen.

Hat ein "physisch" schaffender Künstler als Arbeitsmaterialien Farben, Pinsel, Spachtel, Leinwand, Papier, (oder welche Materialien auch immer) zur Verfügung, so benutzt der digitale Künstler die unterschiedlichen Programme als Materialien und generiert hiermit die Grundelemente seines Bildes. Schon hierbei nimmt er Einfluss auf Größe, Farbe und Qualität. Das generierte Fraktal wird dann, ganz dem eigenen Stil entsprechend, in eine größere Komposition eingefügt, oder aber bearbeitet und als solches präsentiert.

Gleich welcher Arbeitsmethoden er sich bedienen mag, der kreative Prozess ist ausschlaggebend für das Entstehen von Kunst. Er bezeichnet den Impuls, das innere Bild nach außen zu tragen.............

Der langen Rede kurzer Sinn: Auch diejenige Kunst die mit der Hilfe digitaler Methoden entsteht, ist inzwischen als solche anerkannt. So wie sich die Gesellschaft ändert, so hat sich auch schon immer die Kunst mitverändert - denn sie spiegelt die Gesellschaft in der sie entsteht. Und so verwundert es nicht, dass wir im multimedialen Zeitalter (dem Zeitgeist folgend) auch multimediale und digitale Kunst entwickeln. Jede Epoche hat ihren Stil geprägt. Kunst ist ein Spiegel.

So finden wir uns denn wieder in dem, was wir kreieren.


Last not least entdeckt man fraktale Prinzipien auch (und vor allem) in der Natur. Der Aufbau eines Blumenkohls, einer Schnecke, - das sprialige Prinzip welches ihr zugrunde liegt-, sowie beispielweise das Wachstum von Kristallen - all das geht auf fraktale Strukturen zurück. Somit darf  man durchaus behaupten, dass Fraktale dicht am Leben sind, sie sind nicht ein künstliches Konstrukt ohne Bezug zu unserer Natur.


Mixed Work

Unter "Mixed Work" versteht man in der digitalen Kunst Bilder, die mit Hilfe unterschiedlicher digitaler Gestaltungsmöglichkeiten entstanden. So lassen sich beispielsweise Fotografien mit Fraktalen kombinieren, Fotos lassen sich mithilfe von Kreativfiltern verändern/verfremden. Oder Programme für 3D Landschaftsrendering (wie beispielsweise Vue oder Brice) mit Fotos oder Fraktalen......die Möglichkeiten sind hier Legion!

Mit einem Grafiktablett lassen sich in bestimmten Anwendungen Bilder nach Vorlagen "von Hand" malen, die sogenannten Digital Paintings.

Mein Mixed Work basiert in der Regel auf der Kombination von Fotos mit Fraktalgrafiken und/oder der Bearbeitung von Fotografien/3D Renders mit diversen Filtern / dem Grafiktablett.


Machen Sie sich selbst ein Bild davon, viel Freude beim Betrachten meiner Galerien!